Trinidad
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Trinidad soll zu den schönsten Kolonialstädten Lateinamerikas gehören.Wir können nur bestätigen, daß das Städtchen Trinidad eine romatisch-schöne Altstadt mit unzähligen Kolonialbauten vorweisen kann!

Die Stadt und das benachbarte ‘Tal der Zuckermühlen’ wurden 1988 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. In der Altstadt wurden 1200 historische Gebäude restauriert. Außerdem wurde altes Kopfsteinpflaster erhalten, welches es Frau unmöglich macht, abends etwas anderes zu tragen als Turnschuh oder dergleichen...

Die Stadt liegt zwischen dem Meer auf der einen...

1514 hielt ein spanischer Pfarrer unter diesem Baum eine Predigt und gründete damit die Stadt Trinidad. Der Baum wurde seitdem mindestens drei mal neu gepflanzt.

Beide Rituale, die Gründungszeremonie und die Neupflanzung, der Bäume wird übrigens in allen Städten Cubas gepflegt, wenn sie denn unter den Spaniern entstanden sind.

 

Trinidad ist eine der ältesten Städte Lateinamerikas. Die Betrachtung erfolgt immer nach amerikanischer Zeitrechnung: nicht “nach Christi” sondern “nach Columbus”.

...und den Bergen auf der anderen Seite.

... leider bricht nun schon die Abenddämmerung an, aber sie hüllt die kolonialen Häuser in ein warmes Licht.

In unserem kleinen Hostal...

...bewohnen wir eins der vier Zimmer, oder waren es nur drei??? Man streitet noch darüber...

Der Schaukelstuhl ist im übrigen das wichtigste Möbelstück auf Kuba. Er steht allerdings vorzugsweise auf der Veranda.

Am nächsten morgen wollen wir uns Trinidad bei Tageslicht anschauen...

Trinidad war das Zentrum des Zuckeranbaus. Der damalige immense Reichtum läßt sich heute anhand der Kolonialpaläste erahnen. Es handelt sich um die Stadtpaläste der Zuckerbarone, man hatte natürlich auch einen Landsitz.

Diese Hoch-Zeit der Stadt war im 18. Jahrhundert. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts geriet Trinidad allerdings in Vergessenheit. Zum einen wurde Cienfuegos aufgrund des direkten Anschlußes  zur neuen Bahnlinie immer bedeutsamer. Zum anderen trafen die  Freiheitskämpfe und das Ende des Sklaventums die Zuckerindustrie natürlich sehr empfindlich. Die ca. 60 Zuckermühlen wurden alle während der Unabhängigkeitskriege zerstört.

Das Zentrum Trinidads bildet der Plaza Mayor mit seinen Königspalmen und den mit schmiedeeisernen Gittern umzäunten Grünanlagen. Laut unserem kubanischen Führer ist dies der schönste Platz in ganz Kuba.

Die Häuser um den Plaza Mayor sind die alten Herrenhäuser der Zuckerbarone.

An der Stirnseite überragt die Iglesia Parroquial de la Santisima Trinidad den Platz. Es ist die größte Kirche Kubas, auch wenn man es dem Bild nach nicht vermutet...

Der Blick aus dem Palacio Brunet. Hier ist heute das “Romantische Museum” untergebracht.

Der Legende nach hat die Familie um den Grafen Brunet Kuba in Schande verlassen müssen, weil eine Tochter schwanger geworden ist, obwohl ihr Mann schon längere Zeit im Krieg für sein Vaterland kämpfte...

“Es ist sooo schön hier!”

Kubaner bei Tanzproben. Salsa, Cha Cha, Rumba... wir konnten es nicht erkennen, was aber weniger mit dem Tanz zu tun hat...

An diesem (ehemaligen) Haus (ohne Dach) sieht man sehr gut die für Trinidad typischen Rejas, die Gitter vor den Fenstern bzw. statt der (Glas-)Fenster.*

*Solche Sätze entstehen, wenn 2 Personen 1 Webseite gestalten...

Die Rejas schützten die reichen Bürger der Satdt und ermöglichten es Ihnen, bei geöffnetem Fenster zu schlafen. Romantischer kann man die Rejas auch so begründen: Sie verhinderten, daß sich die Töchter des Hauses von einem Ständchen ihrer Verehrer hinreißen ließen und aus dem Fenster kletterten.

Dieses Motiv kennt jeder Kubaner, selbst die Touristen, die ihren Badestrand nie verlassen, können es sehen, wenn sie sich die Rückseite der 25-Cent-Münze anschauen.

Der Glockenturm des ehemaligen Convento de San Francisco de Asis.

Die anbrechende Abenddämmerung lädt uns auf die große Treppe neben der Kirche ein.

Hier trinkt man einen der besten Mojito , auch wenn er im Plastebecher seviert wird. Und dazu raucht Mann gerne eine Cohiba...

... und Frau natürlich auch!

Beim Abendessen...

Wir genießen einmal mehr die abwechslungsreiche kubanische Küche: Als Tourist kann man zwischen Huhn mit Reis oder Fischfilet mit Reis wählen. Verschiedene Zubereitungsarten gibt es natürlich nicht, das würde den gemeinen Touristen nur unnötig verwirren...

Wir haben allerdings die Vermutung, daß die kubanische Küche generell nicht allzu abwechslungs- und ideenreich ist: Das  traditionelle Leibgericht der Kubaner ist Reis mit schwarzen Bohnen...

...spielt wie immer eine Band... Diese ist allerdings besonders klasse! Man sieht es den Jungs vielleicht nicht an, aber sie machen wirklich Stimmung!

...und man unterhält sich mit dem anderen Päarchen der Reisegruppe...

(Wir hatten das wahnsinnige Glück, zu viert eine vollständige Reisegruppe zu bilden.)

Ob es an diesem Abend doch zu viel Mojito war?

Schon wieder heißt es Abschied nehmen...

Wir machen uns auf den Weg nach Sancti Sprirtus. Unterwegs besuchen wir noch das ‘Tal der Zuckermühlen’...

...wundervolle Landschaft ...

... und Männder unter sich.

Das Tal, in dem einst ca. 60 Zuckermühlen standen...

Im Bild:     Der Zucker!

Ein Relikt aus der Zeit der Sklaverei. Der 43m hohe Wärterturm Pedro Iznagas.

Der Aufstieg war Pflicht!

Ebenso ein kleines Foto-Shootimg.

Das Panorama ist auch jede der Stufen wert gewesen.

Der Landsitz der ehemaligen Plantagen- und Sklavenbesitzer.

Und direkt daneben die alte und heutige Armensiedlung.

Damit verabschieden wir uns nach Sancti Spiritus!

Adios!

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