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Cuba History
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Cuba History

Im folgenden haben wir zusammengetragen, was wir so alles über Kubas Geschichte erfahren haben. Vieles hat uns unser kubanischer Reiseleiter Elias erzählt, den Rest haben wir in den Reiseführern und Biografien (siehe Literaturlinks) gelesen.

ca. 5000 v. Chr.

Jäger und Sammler auch auf Kuba.

1000 v. - 1000 n. Chr.

Siboney- und Arawak-Indianer wandern in Kuba ein. Die Insel wurde also eigentlich schon etwas früher entdeckt. Der Name “Cuba” ist das einzige, was von ihnen übrig geblieben ist.

1492

Am 27.10. wird Kuba von Christoph Kolumbus entdeckt. Er importiert das Zuckerrohr auf die Insel. Mit ihm beginnt für Kuba die Zeitrechnung. Es heißt hier nicht “vor oder nach Christi” sondern “vor oder nach Columbus”.

1511 - 1514

Die Spanier erobern Kuba.

1522

Nachdem es leider so gut wie keine Indianer mehr gibt, werden die ersten afrikanischen Sklaven nach Kuba verschleppt.

1762

Die Engländer erobern Kuba. Der Kampf dauerte 8 Monate. Die Epoche des Freihandels beginnt, Havanna wird zum Zentrum des britischen Handels mit der neuen Welt.

1763

Nach 11 Monaten der englischen Herrschaft erhalten die Spanier Kuba im Austausch für Florida zurück.

1789 - 1820

Französische Farmer flüchten mit ihren Sklaven vor der Revolution auf Haiti nach Kuba. Kuba wird größter Zuckerexporteur.

1850

Die Kubanische Flagge wir zum ersten Mal gehisst. Die drei blauen Streifen stehen für die drei Regionen (Westen, Mitte und Osten); die drei Seiten des roten Dreiecks errinnern an die drei Werte der französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit; der weiße Stern stand für die Hoffnung, ein US-Staat zu werden, oder aber soll die Freiheit Kubas darstellen.

1862

Der aus Spanien eingewanderte Weinhändler Don Fernando Bacardi entwickelt neue Herstellungsmethoden (z.B. Holzkohlenfilterung und Reifung in Eichenfässern) für das bis dato minderwertige Feuerwasser und er gründet die Bacardi Y Compania

1868

Der Widerstandskampf gegen die Spanier beginnt. Angeführt wird der Kampf von Spanieren der dritten oder vierten Generation, die die wirtschaftliche Unabhängigkeit von der Kolonialmacht erreichen wollen. Gemeinsam mit ihnen kämpfen Sklaven um ihre Freiheit.

1878

Die Rebellen geben nach 10 Jahren wegen Hungersnot und fehlendem Waffennachschub den Widerstandskampf auf. Die Spanier haben es noch einmal geschafft.

1886

Die Sklaverei wird endlich auch in Kuba abgeschafft. Nun kommen Chinesen als billige Arbeitskräfte ins Land.

1895

Jose Marti und Maximo Gomez beginnen den Zweiten Unabhängigkeitskrieg.

1898

Das US-Kriegsschiff Maine explodiert im Hafen von Havanna. Es ist schon sehr eigenartig, daß sich an Bord keine Offiziere und nur schwarze Matrosen befunden haben. Die Explosion war eine willkommene Gelegenheit für die USA, Spanien den Krieg zu erklären (“Remember the Maine, to hell with Spain”). Spanien verliert und verzichtet auf Kuba. Kuba wird unter der Führung eines US-Gouverneurs ‘unabhängig’.

1901

Das Platt Amendment sichert den USA die Marinebasis Guantanamo und das Recht zur militärischen Intervention auf Kuba zu.

1926

Am 13.08. wird Fidel Castro geboren.

1934

Die USA schaffen das Platt Amendment ab, behalten aber ihre Marinebasis in Guantanamo. Sie schließen mit Kuba einen Pachtvertrag für die ca. 115 qkm über 99 Jahre ab.

1934

Fulgencio Batista tritt zum ersten Mal in Erscheinung, als er nach Absetzung des Präsidenten Grau im Land als millitärischer Führer im Sinne der USA agiert.

1940

Fulgencio Batista, nun ganz ‘liberaler Humanist’, wird zum Präsidenten gewählt.

1947

Fidel Castro wird Mitglied in der neuen orthodoxen Partei.

1947

Treffen der Unterweltgrößen Nordamerikas im Hotel Nacional in Havanna. 36 Paten versammeln sich mit Gefolge unter der Führung von Charles “Lucky” Luciano, der “Il Capo di tutti Capi” (Boss der Bosse). Unterhalten wird diese Gesellschaft von Frank Sinatra.

1952

Batista putscht nach verlorener Präsidentschaftswahl.

1953

Am 26.07. greifen Castros Rebellen erfolglos die Moncada Kaserne an. Einige können fliehen, Castro wird gemeinsam mit den restlichen Überlebenden inhaftiert.

1955

Durch eine Generalamnestie in Freiheit, lernt Castro in seinem Exil in Mexico Ernesto ‘Che’ Guevara kennen. Es formiert sich eine neue Rebellen gruppe um die beiden, finanziert von einem ehemaligen Präsidenten Kubas.

1956

86 Rebellen landen mit dem Schiff Granma, einer kleinen Yacht, in Kuba. Nur 15 überleben einen Kampf mit Batistas Militärs. Es beginnt der Guerillakrieg in der Sierra Maestra. Fidel führt die Rebellen an, Che war zu Beginn ‘nur’ der Arzt der Rebellen. Später wird Che (wie auch Fidels Bruder Raul) zu einem der 8 Commandantes unter Fidel ernannt.

1958

Commandante Che Guevara führt in Las Villas bzw. Santa Clara den entscheidenden Kampf an. Die Strategie, welche Fidel sich von Jose Marti ‘kopiert’ hat, sieht vor, die Verbindung zwischen Havanna im Westen und Santiago de Cuba im Osten zu kappen. Batista greift auf eine veraltete Taktik zurück, indem er 400 Soldaten in einem gepanzerten Zug nach Santa Clara schickt. Sie werden für 18 Rebellen mit Molotow-Cocktails und einem Bagger  eine leichte Beute.

1959

Am 01.01. dankt Batista ab und verläßt das Land. Den Rebellen ‘gehört’ zwar bereits der gesamte Westen, aber sie sind noch lange nicht bis zu den Toren der Hauptstadt Havanna vorgedrungen. Ohne wirkliche Bedrängnis gibt Batista sich geschlagen. Viele reiche Kubaner und Amerikaner folgen seinem Beispiel und kehren Kuba den Rücken zu. Florida wird zur neuen Heimat der Exil-Kubaner. Castros Rebellen haben gesiegt und ergreifen die Macht.

1959

Nach seinen Erfahrungen mit der kommunistischen Revolution in Guatemala sieht Che Guevara die Revolution nur duch das konservative Militär bedroht. Unter seiner und Castros Leitung werden tausende Feinde der Revolution executiert.

1959

Unter der Federführung des Industrieministers Che Guevara wurde die erste radikale Agrarreform durchgeführt, bei der die großen Grundbesitze verstaatlicht wurden. Auch in der Industrie gab es erste Enteignungen, so zum Beispiel bei Coca Cola und Bacardi. Für Che waren diese Maßnahmen grundlegende Bestandteile des Sozialismus, für Fidel hingegen waren sie Ausdruck seiner freiheitlich-nationalistischen Gesinnung. Er soll zu diesem Zeitpunkt noch kein reiner Kommunist gewesen sein.

1960

Nach der Agrarreform schaukeln sich die Maßnahmen von USA und Kuba gegeneinander immer weiter hoch. Kuba geht mit der Sowjetunion immer engere Handelskontakte - zunächst bezogen auf Zuckerexport und Erdölimport - ein. Je mehr Kuba die Sowjetunion involviert, um so mehr ziehen sich die USA zurück bzw. beenden Handelsbeziehungen. Darauf folgen wiederum weitere Enteignungen durch Kuba. Schließlich verhängen die USA das Handelsembargo über Kuba. Dieses wird sich im Laufe der folgenden Jahre immer weiter verschärfen.

1961

Am 14.04. startet ein Gruppe exilkubanischer Söldner, unterstützt durch die USA (Präsident Kennedy), von Nicaragua aus einen Angriff auf Kuba. Sie landen in der Schweinebucht und werden innerhalb von 72 Stunden geschlagen. Fidel Castro verkündet nach der Invasion zum ersten Mal den ‘sozialistischen Charakter der Revolution’.

1962

Die Sowjets stationieren Atomraketen auf Kuba. Die ‘Kuba-Krise’ erschüttert die Welt, es wird von einem möglichen Dritten Weltkrieg gesprochen. Über den Kopf Castros hinweg einigen sich die Supermächte jedoch noch in letzter Sekunde. Cruschtschow zieht die Raketen unter der Bedingung ab, daß Kennedy keine weiteren Invasionen gegen Kuba unterstützt.

1965

Che Guevaras Bruch mit Fidel Castro. Er verläßt Kuba.

1967

Am 08.09. wird Che bei einem Revolutionsversuch in Bolivien gefangen genommen und am 09.09. executiert.

1975

Erster Parteitag der kommunistischen Partei Kubas PCC.

1976

Die sozialistische Verfassung tritt in Kraft und Kuba stellt seinen ersten Fünjahresplan auf. Castro wird zum Staatsoberhaupt gewählt. Er ist nun auf Lebenszeit Staats- und Parteichef sowie Ministerpräsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er ist der ‘Maximo Lider’. Sein Bruder Raul vetritt ihn in allen seinen Ämtern und ist zudem Verteidungsminister.

1980

Erste große Flüchtlingswelle: Ca. 140000 Kubaner verlassen das Land.

1989

Castro lehnt die Perestroika von Gorbatschow ab.

1991

Nach dem Zusammenbruch des RGW bricht Kubas Wirtschaft ein, es beginnt das Notstandsprogramm Perioda Especial. Die fehlenden Devisen zwingen den Staat zu massiven Sparmaßnahmen und zu der Suche nach neuen Einnahmequellen (Aufbau des Tourismus und vorübergehende Zulassung von Kleingewerbe). Die bereits in den 60er Jahren eingeführen Lebensmittelrationierungen (Libretas) werden einerseits vom Staat weiter gekürzt. Andererseits ist die Bevölkerung verstärkt auf die subventionierte Zuteilung angewiesen.

1992

Das Embargo gegen Kuba wird weiter verschärft. Unter anderem dürfen nun Schiffe, die Kuba angelaufen haben, 6 Monate lang in keinem Hafen der USA anlegen.

1993

Freigabe des US-Dollars als Währung durch die kubanische Regierung. Der Anfangskurs zum Peso liegt bei ca. 1:120, inzwischen hat er sich auf 1:26 eingepegelt.

1994

Zweite große Flüchtlingswelle: Ca. 36000 Kubanern fliehen, u.a. auf Flössen, nach Florida. Für kurze Zeit hat Castro die Grenzen zum fliehen geöffnet (so paradox dies klingen mag). Gestoppt wurde diese Welle durch die USA, als sie nicht mehr bereit waren soviele (vor allem auch arme) Flüchtlinge aufzunehmen. Ein Großteil wurde am Ende über ein Auffanglager in der Guantanamo-Base nach Kuba zurückgeschickt. Seitdem gibt es ein Abkommen, das jährlich 20000 Kubanern die Ausreise bzw. Einreise in die USA ermöglicht.

1996

Clinton verschärft nach dem Abschuß zweier Zivilflugzeuge das Embargo.

1996

Der Papst empfängt Fidel Castro.

1998

Der Papst besucht Kuba. Infolgedessen ist seit dem Jahr  2000 der 25.12. in Kuba als einziger Weihnachtstag Feiertag. (Übrigens: Sollte ein Feiertag in Kuba auf einem Samstag oder Sonntag liegen, so ist der darauffolgende Montag frei.)

2000

Putin besucht Kuba.

2001 / 2002

Guantanamo macht wieder auf sich aufmerksam, seit die USA hier Taliban- und El Quaida-Kämpfer internieren.

2003

Ute & Christof besuchen Kuba!

2003

Bush läßt von seinem Außenminister Powell zur Zeit ein Programm für die wirtschaftliche Ausrichtung Kubas nach der Regierungszeit von Fidel Castro entwerfen. Außerdem erleichtert er den Kubanern die Einreise (Flucht) in die USA.